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Bergstelze
Die Bergstelze lebt an sauberen, schnellfliessenden Bächen. Ihr schweizerischer Bestand wird auf 10 000 Brutpaare geschätzt. Sie kann auch mitten in Städten beobachtet werden.


Inhalt






 

Rotfussfalke
Männlicher Rotfussfalke mit Libelle. Auch wegen der Fülle an attraktiven Bildern ist ornitho.ch in kurzer Zeit zur Drehscheibe der Feldornithologinnen und Feldornithologen der Schweiz geworden und motiviert insbesondere den Nachwuchs.

Senkrechtstart für ornitho.ch

Am 1. Januar 2007 brach für die Feldornithologie in der Schweiz ein neues Zeitalter an. Die Vogelwarte führte das vom Walliser Software-Ingenieur Gaëtan Delaloye entwickelte Internetportal ornitho.ch landesweit ein. Auf ihm können Vogelfreunde ihre Beobachtungen auf einfache Weise direkt eingeben. Die bisher 1,5 Millionen Meldungen in der Datenbank lassen sich auf Karten darstellen oder nach verschiedensten Kriterien abfragen und auswerten. Das System erlaubt eine direkte Kontaktnahme zu den Meldern und kann Fotodokumente und Tonaufnahmen speichern. Dadurch wird es für die Benutzerinnen und Benutzer sehr lebendig und attraktiv. Um Missbräuche zu verhindern, werden Beobachtungsmeldungen störungsanfälliger Arten nicht angezeigt.

Das zusammen mit Partnerorganisationen realisierte Internetportal hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen: 2007 kamen 314 000 Meldungen zusammen, für 2008 zeichnet sich eine Verdoppelung ab. Die Vogelwarte erhält so jederzeit einen landesweiten Überblick über das aktuelle Geschehen in der Vogelwelt.

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Autoren von "die Vögel der Schweiz"
Die drei Autoren Lionel Maumary, Laurent Vallotton und Peter Knaus (von links nach rechts) mit ihrem Werk «Die Vögel der Schweiz», das fast alles Wissenswerte über die einheimische Vogelwelt enthält.

Die «Bibel» der schweizerischen Vogelkunde

«Das wunderbare Werk sollte in keinem – stabilen – Bücherregal fehlen», lobt die neue Zürcher Zeitung die gewichtige Neuerscheinung über die Vögel der Schweiz in höchsten Tönen. Gleichzeitig weist sie auf die eindrücklichen Ausmasse des Nachschlagewerks hin. Fast 5 Kilogramm schwer vereinigt es das gesamte feldornithologische Wissen der Schweiz. Umfassend wie nie zuvor werden darin Vorkommen, Biologie und Schutz aller 419 Vogelarten der Schweiz und des benachbarten Auslands präsentiert.

2,5 Millionen Beobachtungsmeldungen unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 67 000 Ringfundmeldungen und 6500 Literaturquellen hat das dreiköpfige Autorenteam ausgewertet. Fast 2400 in der Schweiz aufgenommene Farbfotos illustrieren alle Brutvögel, Durchzügler, Wintergäste und Seltenheiten sowie die häufigsten Gefangenschaftsflüchtlinge. Sie machen die Vielfalt der heimischen Vogelwelt in schönster Weise sichtbar.

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Gänsesäger
Gänsesäger-Weibchen mit einem Fisch: Der schweizerische Brutbestand umfasst rund 500 Paare und gehört einer eigenständigen alpinen Population an, die daher besonders schützenswert ist.

Alpine Gänsesäger als Schweizer Spezialität

Die Brutpopulation des Gänsesägers im Alpenraum ist geografisch von jener in Nordeuropa getrennt. Sie konzentriert sich auf die Schweiz und Bayern. Der Gänsesäger hat sein Brutgebiet in den letzten Jahrzehnten ausgedehnt und der Brutbestand ist angestiegen. Im Winter kommen zu den Brutvögeln Wintergäste aus Nordeuropa hinzu. Dies ist durch Ringfunde dokumentiert. Genetische Untersuchungen belegen Unterschiede zwischen den Brutpopulationen in Nordeuropa und den Alpen. Sie zeigen aber auch, dass vermutlich ein gewisser Austausch zwischen den Populationen besteht, der sich durch das Paarungsverhalten des Gänsesägers erklären lässt. Wegen der Unterschiede in der Genetik und im Verhalten ist die alpine Population des Gänsesägers als eigenständig zu betrachten. Die Schweiz trägt für sie eine besondere Verantwortung.

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Kormoran
2007 gab es in der Schweiz sieben Kormoran-Kolonien
mit zusammen 338 Paaren. Sie liegen mit einer
Ausnahme in Naturschutzgebieten.

Kormorane im Schussfeld der Fischer

Fischfressende Vögel geraten immer wieder ins Schussfeld der Kritik von Fischereiseite. Kormoran, Graureiher und Gänsesäger gelten als Konkurrenten oder sie werden für den Rückgang von Fischbeständen verantwortlich gemacht.

Die Gewässer in der Schweiz sind einer grossen Zahl von Belastungen ausgesetzt. Kraftwerke, begradigte, unnatürliche Ufer, die Belastung mit Chemikalien und Jauche sowie ein Ansteigen der Wassertemperatur setzen den Fischbeständen zu und gefährden viele Arten. Dass auch die Fangerträge der Angler zurückgehen, ist die Folge davon, kann aber nicht den fischfressenden Vögeln angelastet werden. Wenn Laichplätze bedrohter Fischarten gefährdet sind, ist gegen eine lokale Vertreibung der Vögel nichts einzuwenden. Auch die Schäden an den Netzen der Berufsfischer sind ernst zu nehmen.

Die Vogelwarte lehnt aber Abschüsse von brütenden Kormoranen oder die Zerstörung ihrer Bruten in Reservaten, wie im Frühjahr 2008 am deutschen Bodenseeufer geschehen, strikt ab. Solche Eingriffe laufen dem Zweck von Vogelschutzgebieten völlig zuwider.

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Birkhahn
Das eindrückliche Schauspiel der Birkhahnbalz soll auch künftig zu sehen sein.

Aufschlussreicher Vogelkot

Die Auswirkung von Störungen bei Vögeln kann festgestellt werden, indem man das Stresshormon Corticosteron im Blut der Vögel misst. Das Dilemma ist jedoch: Wie erhält man von einem freilebenden Vogel eine solche Probe, ohne ihn dabei zu stören? Die Lösung des Problems ist, die Abbauprodukte des Stresshormons im Kot der Tiere zu messen, eine Analyse, die von Kollegen der veterinärmedizinischen Universität Wien entwickelt worden ist. Die Methode ermöglicht es, Proben zu sammeln, ohne den scheuen Vögeln zu begegnen und sie aufzuscheuchen.

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und der Universitäten Bern und Wien bestätigt jetzt, was bislang nur vermutet wurde: Je intensiver ihr Lebensraum vom Wintersport genutzt wird, desto stärker stehen die bedrohten Auerhühner und Birkhühner unter Stress. Das könnte fatale Auswirkungen haben. Studien an anderen Vogelarten belegten, dass eine langdauernde Erhöhung der Konzentration des Stresshormons die Körperverfassung der Vögel verschlechtert. Kommt – wie bei den Raufusshühnern – wegen ständiger Fluchten vor Wintersportlern ein erhöhter Energieverbrauch dazu, könnte dies den Bruterfolg im darauffolgenden Frühling schmälern oder sogar die Sterblichkeit erhöhen.

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Auerhuhn
Das stark bedrohte Auerhuhn leidet sehr unter Störungen. In der Schweiz leben noch knapp 500 Hähne.

Ruhegebiete für gestresste Wildhühner

Auerhühner flüchten, wenn sich ihnen ein Mensch auf 50–100 m nähert. Das bedeutet, dass bei jedem Wanderweg, jeder Loipe und jeder Skipiste beidseits je ein Streifen von mindestens 50 m Breite für die scheuen Vögel als Lebensraum kaum mehr nutzbar ist. In Wäldern mit einem dichten Netz von Wegen und Pisten geraten die Vögel unter Dauerstress und verschwinden schliesslich.

Damit Auerhühner und Birkhühner ihre Lebensräume in der Schweiz auch künftig besiedeln können, braucht es einen Schutz ihrer Lebensräume gegen menschliche Störung. Die nötigen Massnahmen hängen sehr stark von der jeweiligen Situation ab. Unter Umständen reicht es, einen Raum nicht mit Strassen oder befahrbaren Wegen zu erschliessen. In anderen Fällen braucht es Betretverbote oder Wegegebote. In mehreren Kantonen haben sich Wildruhegebiete bewährt, wenn sie die Wintereinstandsräume für Auerhühner und Birkhühner mit einschliessen. Es gibt auch gute Beispiele von Bergbahn-Unternehmen, die wichtige Wildtier-Wintereinstände mit entsprechenden Markierungen und Absperrbändern entlang der Pistenränder kennzeichnen lassen.

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Michael Schaub
Michael Schaub hat 2007 den Umwelt- Forschungspreis der Universität Bern erhalten. Gemäss dem Urteil der Jury «für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen, die einen gesellschaftlich relevanten Beitrag zum besseren Verständnis und zur Lösung von Problemen bei der Erhaltung der Biodiversität leisten».

Mathematik für den Vogelschutz

Gefährdete Vogelarten weisen oft nur noch kleine Bestände auf. Will man eine solche Art untersuchen, bleibt die Stichprobe zwangsläufig klein und wenig aussagekräftig. Das macht es schwierig, effiziente Massnahmen zu ihrem Schutz zu ergreifen. Nun hat ein Forscherteam der Vogelwarte und der Universität Bern eine Methode entwickelt, die trotz lückenhafter Datenlage ein gutes Bild der Populationsdynamik von gefährdeten Tierarten vermittelt. Dieses Wissen ist für die Planung von wirkungsvollen Schutzmassnahmen unerlässlich. Mit mathematischen Methoden hat Michael Schaub vertiefte Kenntnisse über die massgebenden Einflussgrössen bei Bestandsveränderungen von Rebhuhn, Steinkauz, Weissstorch sowie einer Fledermausart, der Grossen Hufeisennase, gewonnen. Seine Forschungsarbeiten wurden von der Universität Bern mit dem Umwelt-Forschungspreis 2007 ausgezeichnet. Der vom Handels- und Industrieverein des Kantons Bern und der Haag-Streit Holding AG gestiftete Preis ist mit CHF 16'000 dotiert.

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Wendehals
Dank seiner Tarntracht entzieht sich der Wendehals meist den Blicken der Beobachter.
Mischgelege
Das Mischgelege mit 3 weissen Eiern des Wiedehopfs und 8 rosa Eiern des Wendehalses zeugt von Nistplatzkonkurrenz der beiden seltenen Vogelarten. Die Mitarbeiter der Vogelwarte haben daher für den Wendehals weitere hundert Nistkästen aufgehängt.

Trendwende für den Wendehals?

Wiesenameisen in jeder Form, als Larven, als Puppen und sogar als wehrhafte erwachsene Tiere, sind die bevorzugte Nahrung des Wendehalses. Nahrung zuhauf für den kleinen Spechtvogel, würde man meinen. Doch vielerorts verwehrt ihm zu dicht wachsendes Gras den Zugang zu den erdbewohnenden Wiesenameisen.

Unsere Beobachtungen zeigen, dass der Wendehals vor allem dort Nahrung sucht, wo der Boden nur zu etwa 40 % bewachsen ist. Solche vegetationsfreie oder locker bewachsene Flächen sind für den Wendehals lebenswichtig. Auch der Wiedehopf bevorzugt diese Stellen. In den Niederstamm-Obstplantagen des Unterwallis kommen die beiden bedrohten Vogelarten noch gemeinsam vor. Unter den Obstbäumen wächst hier das Gras nur schütter.

Wendehals und Wiedehopf haben noch eine weitere Gemeinsamkeit. Sie brüten in Baumhöhlen oder in Nistkästen. Ein kombiniertes Hilfsprogramm mit Nistkästen und einer lückigen Grasnarbe kann für beide Arten die erhoffte Wende zum Guten bringen. Mit unserem Projekt im Wallis haben wir dies erreicht.

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Uhu
Lebensgefährlich: Stromschlag ist eine der häufigsten bekannten Todesursachen für den Uhu in der Schweiz.
Weissstorch
Für Weissstörche sind Freileitungen auch auf dem Zug eine grosse Gefahr.

Schutz vor Stromschlag für Uhu und Weissstorch

Vögel mit einer grossen Flügelspannweite sind stromschlaggefährdet. Dies betrifft Uhu und Weissstorch, die beide auf der Roten Liste stehen. Der Stromtod an gefährlichen Strommasten von Mittelspannungsleitungen ist für die beiden Grossvögel noch immer eine der häufigsten bekannten Todesursachen. Entsprechend gross ist der Handlungsbedarf für Sanierungen. In Absprache mit dem Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen, dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat ESTI, den Schweizerischen Bundesbahnen SBB und dem Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz erteilte das Bundesamt für Umwelt daher der Vogelwarte den Auftrag, die neuralgischen Regionen zu identifizieren. Grundlage bildeten unsere Archive, in denen sowohl Brutplätze wie auch Totfunde beringter Vögel enthalten sind. Zusätzlich wurden Angaben aus Forschungsprojekten und Informationen der Gesellschaft Storch Schweiz einbezogen.

Zwölf Regionen konnten bezeichnet werden, in denen mit der Sanierung von gefährlichen Masten begonnen werden soll. Die Massnahmen zur Entschärfung der Installationen sind bekannt. Die Energieversorgungsunternehmen der verschiedenen Regionen sind jetzt gefordert.

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Zwergohreule
Die nur starengrosse Zwergohreule ist die kleinste Eulenart der Schweiz. Alte Obstgärten im Wallis beherbergen die letzten sechs Brutpaare.

Eine neue Chance für die Zwergohreule

Die Zwergohreule gehört zu den am stärksten bedrohten Brutvogelarten der Schweiz. Den Tiefpunkt erreichte der Bestand im Jahr 2000 mit nur noch zwei Paaren. Jetzt sind es wieder mindestens sechs Paare, so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Die kleinste Eulenart der Schweiz brütet in Höhlen alter Obstbäume und ernährt sich von grossen Insekten. Dem Mangel an Nistmöglichkeiten wurde mit speziellen, mardersicheren Nistkästen begegnet. Um das Angebot an Insekten zu verbessern, legten die am Schutzprojekt beteiligten Landwirte entlang von Wiesen Krautsäume an. Mit Erfolg: Die Krautsäume beherbergen dreimal so viele Insekten wie die Wiese selbst.

Bei der Rettung der Zwergohreule werden alle verfügbaren Kräfte gebündelt. Der Kanton Wallis setzt auf seinem Staatsgut in Vouvry auf das Konzept der Krautsäume. Projektleiter Antoine Sierro von der Vogelwarte bekommt auch Unterstützung vom Bundesamt für Umwelt, dem Schweizer Vogelschutz und von der Universität Bern. Einen grosszügigen finanziellen Beitrag leistet die Fondation Segré.

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Nachtreiher im Rohrkolbenfeld
Der seltene Nachtreiher – hier ein Jungvogel – rastete im neuen Rohrkolbenfeld.

Revival für Rohrkolben

Der Rohrkolben ist eine einheimische Sumpfpflanze, die während Jahrhunderten als Brennstoff, als Watteersatz und Nahrungsmittel genutzt wurde, als Nutzpflanze aber in Vergessenheit geraten ist. Heute bahnt sich eine neue Karriere dieser Pflanze als Zuschlagstoff im Lehmbau an. Im Wauwilermoos LU konnte angrenzend an ein Naturreservat auf einer Hektare ein neues Rohrkolbenfeld angelegt werden. Dort testen wir, wie sich die Produktion von Rohrkolben mit Naturschutzmassnahmen kombinieren lässt. Wir dokumentieren die Besiedlung der neu vernässten Fläche durch die Natur. Schon nach wenigen Monaten haben sich mehrere gefährdete Pflanzen- und Tierarten eingefunden, darunter der Einfache Igelkolben, der Wasserknöterich, die Kreuzkröte und die Ringelnatter. Beobachtungen von Nachtreiher, Zwergdommel, fünf Entenarten, Bruchwasserläufer und Eisvogel zeigen, dass auch seltene Vögel das Gebiet schnell als Rastplatz entdeckt haben. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass sich Rohrkolbenfelder an geeigneten Orten als landwirtschaftlich und ökologisch wertvolle Alternative zur teuren Renovation von Meliorationswerken anbieten könnten.

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Verteilung der 1500 Freiwilligen in der Schweiz
Die meisten der 1500 Freiwilligen wohnen in den Tieflagen (siehe Karte), ihre Vogel-Beobachtungen stammen aber aus dem ganzen Land.

Enorme Unterstützung durch Freiwillige

Schätzungsweise 90 000 Stunden wenden die 1500 Freiwilligen gemäss einer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz pro Jahr für die Vogelwarte auf. Dies entspricht umgerechnet 45 Vollstellen und stellt eine gewaltige Unterstützung dar, die der Vogelwarte die langfristige, landesweite Überwachung der einheimischen Vogelwelt ermöglicht. Weitere Einsatzbereiche sind die Beringung von Zugvögeln, die Betreuung von Brutkolonien und die Pflege kranker, verletzter und verwaister Vögel.

Die Freiwilligen ihrerseits beurteilten die Vogelwarte in einer Umfrage als kompetent, vertrauenswürdig, engagiert, freundlich und hilfsbereit. Diese sehr guten Noten erklären wohl auch, warum die Freiwilligen im Mittel schon seit 17 Jahren für die Vogelwarte aktiv sind. Ihre Motivation für dieses grosse Engagement entspringt der Gewissheit, einen wichtigen Beitrag für den Vogel- und Naturschutz zu leisten.

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Kuckuck
So bekannt der Ruf des Kuckucks ist, so selten bekommt man den scheuen Vogel zu Gesicht.
Kiste
Diese Kiste bringt Pfiff ins Klassenzimmer. Eine bunte Palette mit Ideen und Tricks erlaubt die Auseinandersetzung mit Vogelstimmen auf neue Art und Weise.

Frühlingskonzert aus der Kiste

«Eine absolut tolle Kiste. Mich hat’s auf jeden Fall grad gluschtig gemacht, damit zu arbeiten!» Das ist der Kommentar von Thomas Flory vom Naturama Aargau. Er besuchte im April 2007 die Präsentation eines neuen Lehrmittels der Vogelwarte. Die Themenkiste «Vogelstimme – Sprache – Musik» ist eine Ideen- und Materialsammlung für den fächerübergreifenden Unterricht. 20 Arbeitsvorschläge sowie Bilder, Bücher, Tonträger und Vogelpfeifen laden zu einer spielerischen Annäherung an das Thema «Vogelstimmen » ein. Neben der Form und Funktion des Vogelgesangs wird auch seine Bedeutung in Alltagssprache und Musik thematisiert.

Das Lehrmittel ist ein Ergebnis des verstärkten Engagements der Vogelwarte in der Umweltbildung und wurde von Lehrpersonen und Fachleuten begeistert aufgenommen. Die Kiste steht jetzt in der Vogelwarte und in Pädagogischen Medienzentren der Deutschschweiz zur Ausleihe bereit. Und die Serie wird fortgesetzt: Bereits arbeiten wir am Thema «Feder – Flügel – Fliegen».

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Hans Peter Pfister
Unermüdlich hat Hans Peter Pfister die Entwicklung der Vogelwarte zu einem grossen nationalen Feldforschungsinstitut vorangetrieben. Heute reicht die Aufgabenpalette von der Grundlagenforschung bis zur Naturschutzpraxis und zur Umweltbildung.

Hans Peter Pfister im Ruhestand

Ende 2007 ging Hans Peter Pfister in den verdienten Ruhestand. Fast 30 Jahre lang durfte die Vogelwarte auf seine Schaffenskraft zählen. Wie ein Mehrkämpfer hat er sich an der biologischen, administrativen und politischen Front für die Vogelwarte und die Wildtiere in der Schweiz eingesetzt. Sein Wirken hat markante Spuren hinterlassen und ein solides Fundament für das weitere Gedeihen der Vogelwarte geschaffen. Stiftungsrat und Belegschaft sind ihm zu grossem Dank verpflichtet.

Als Wildbiologe baute Hans Peter Pfister die praxisbezogene Umsetzungsarbeit an der Vogelwarte auf. Früh erkannte er die Notwendigkeit von praxistauglichen Grundlagen für den Naturschutz und entwickelte robuste Methoden zur zeitgerechten, grossflächigen Bewertung der Landschaft.

Als Geschäftsführer und Vorsitzender der Institutsleitung prägte er den Ausbau der Vogelwarte zum Institut, wie wir es heute kennen. Besonderes Gewicht legte er auf die Förderung von Nachwuchskräften in allen Bereichen. Und mit seinem Engagement für die Umweltbildung möchte er seinen Leitgedanken an die Jugend weitergeben: «Lebensraum für die Zukunft – für Mensch, Tier und Umwelt».

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TerraSuisse
Logo von TerraSuisse
Das neue Label TerraSuisse setzt einen Meilenstein für die biologische und landschaftliche Vielfalt der Schweiz.

TerraSuisse als Chance für die Natur im Landwirtschaftsgebiet

Für die Vogelwelt im Landwirtschaftsgebiet tut sich eine grosse Chance auf. Dank der Zusammenarbeit der Vogelwarte mit IP-Suisse und Migros können die Lebensbedingungen für die Vögel im Kulturland jetzt grossflächig verbessert werden. Die 13 000 Bäuerinnen und Bauern von TerraSuisse setzen auf natürliche Lebensräume, was seltenen Pflanzen und Wildtieren zugute kommen wird. Die langjährigen Erfahrungen der Vogelwarte bei der ökologischen Aufwertung von Kulturland fliessen direkt in die strengen Produktionsrichtlinien ein.

Konsumentinnen und Konsumenten erhalten dank TerraSuisse die Gewissheit, qualitativ hochwertige Schweizer Landwirtschaftsprodukte zu kaufen und gleichzeitig die Bestrebungen für vogelfreundliche Lebensräume zu unterstützen. TerraSuisse schafft attraktive Landschaften und kommt der Artenvielfalt von Pflanzen und Wildtieren zu Gute. Feldlerche, Grünspecht und Neuntöter erhalten neuen Aufwind.


Mit TerraSuisse wird eine ökologische Landwirtschaft angestrebt, die eine abwechslungsreiche Landschaft ermöglicht. Sie kann eine artenreiche Vogelwelt beherbergen, zum Beispiel mit Gartengrasmücke, Goldammer, Rotmilan, Rauchschwalbe, Weissstorch, Feldsperling, Trauerschnäpper, Turmfalke, Feldlerche und Neuntöter.
TerraSuisse Landschaft

 

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Finanzen

Finanzen

Die Jahresrechnung schliesst wie schon im Vorjahr positiv ab. Der Ertragsüberschuss vor Zuweisungen beträgt CHF 1'401'703. Die Ausgabendisziplin und vor allem die anhaltend hohe und keineswegs selbstverständliche Unterstützung bei den Sammelaktionen und die grosszügigen Legate trugen zum erfreulichen Abschluss bei. Dieser versetzt uns in die Lage, das Engagement zugunsten der einheimischen Vogelwelt weiter zu verstärken.

Die Kontrollstelle Balmer Etienne AG Luzern hat im Auftrag des Stiftungsrates Geschäftsführung und Buchführung geprüft und als einwandfrei bewertet. Auf Wunsch schicken wir Ihnen gerne die ausführliche Jahresrechnung 2007. Sie können diese auch direkt vom Internet herunterladen (www. vogelwarte.ch > Vogelwarte > Jahresrechnung).

ZEWO Logo

Die Schweizerische Vogelwarte Sempach trägt das von der Stiftung ZEWO verliehene Gütesiegel für gemeinnützige Institutionen. Mit strengen Auflagen gewährleistet die ZEWO die verantwortungsbewusste und effiziente Verwendung der Spendengelder.

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