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Nationalpark Celaque bei Gracias

Die Familie eines der Jugendlichen im Projekt lebt etwa 5 km ausserhalb von Gracias, einem Städtchen 2 ˝ Busstunden von Santa Rosa entfernt. Dort befindet sich auch der Nationalpark Celaque. Bei einem Besuch der Familie mache ich mit Daniel ab eine Wanderung in den Park zu machen. Er ist nebenamtlicher Parkwächter und kennt sich dort aus. Von einem Besuch ohne Führer wird abgeraten: es gibt keine Beschilderungen und nur Trampelpfade, in den letzten Jahren seien verschiedene Einzelgänger verschollen.



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Ich fahre also an einem Samstag nach Gracias und kaufe zuerst einmal zwei Hühner und eine Menge Gemüse ein, denn die Familie inkl. Cousins, Neffen usw. ist gross. Und ein Gastgeschenk in Form von Essen wird immer geschätzt. Hinten auf einem Pickup, zuoberst auf der Ladung, fahre ich hinauf. Sobald ich ankomme strömen sie herbei. Das letzte Mal waren es 12 Kinder, so habe ich voraussehend 12 kleine Geschenke für sie mitgebracht. Dieses Mal aber nicht die üblichen Süssigkeiten, sondern je eine Minitaschenlampe. Da es im Weiler noch keinen Strom hat war das natürlich das Geschenk.
Unter Führung von Daniela und Wendy zeigt mir die ganze Kinderschar ihre Plantage. Sie sind Selbstversorger. Dann gibt es Nachtessen, wie immer Tortillas und Frijoles, und dank meinem Gastgeschenk heute mit Huhn. Zu diesem Anlass gesellt sich der ganze Clan hinzu. Mangels Strom sitzen alle fast im Dunkeln herum. Ich habe keine Ahnung wer alles da ist.


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Die engere Familie meines Führers Daniel besteht neben seiner Ehefrau "nur" aus 5 Kindern. Alle sieben schlafen in einem einzigen Zimmer. Um Angeboten auf eines ihrer Betten (oder eines Teils davon) zuvorzukommen und sie nicht zu brüskieren, sagte ich, ich müsste hart schlafen, konkret Tramperschlafsack meines Sohns Dominik auf dem Boden. Der ist sauber. Die Betten habe ich nicht näher untersucht.

anklicken zum Vergössern Am nächsten Morgen will ich wie abgemacht mit Daniel auf Wandertour gehen. Wie sich herausstellt sind wir aber nicht allein, sondern eher eine kleine Expedition (siehe Bild). Alle freuen sich, und es war richtig gemütlich.
anklicken zum Vergössern Gemäss Lonely Planet Führer soll es im Park neben dem höchsten Berg von Honduras mit 2'849 m noch Affen, Jaguare, Ozelots und 270 Vogelarten geben. Das Resultat unserer Wanderung sei gleich vorweggenommen: neben einigen Bussards sehen wir genau einen Specht und einen weiteren undefinierbaren Sittich. Das ist die ganze Ausbeute an Tieren.
Zuerst gehen wir zu den Aguas Calientes, einer heissen Quelle, wo alle baden. Dabei entdecke ich, dass Victor nicht nur seine Machete dabei hat, sondern auch eine Pistole. Mein zweitbester Witz: Ich sagt ihnen, wenn Victor mit Machete und Pistole in der Schweiz herumspazieren würde, dann würde er sofort im Gefängnis landen. Erst nach einer Weile realisiere ich, dass dies als Witz verstanden worden ist. Darum nun mein bester Witz (bei dem sie nicht mehr zu lachen aufhören wollen): Das war gar kein Witz!

anklicken zum Vergössern Wir steigen dann noch etwas weiter den Berg hinauf (ohne Kinder) und kommen an den wohlgeordnetsten Kaffeeplantagen vorbei, die ich je gesehen habe. Kaffee und Zigarren sind die Ausfuhrprodukte dieser Region. Als ich später eine Kaffeefabrik besichtige, werde ich an Don Walter gewiesen. Er fragt mich, woher ich komme. Aus der Schweiz. Ah ja (das war das erste Mal, dass jemand wusste, dass die Schweiz überhaupt existiert), sagt er, wir beliefern die Migros, den Coop und Jacobs. Ich fiel fast vom Schtüeli.
anklicken zum Vergössern Rechts noch ein Bild einer Zigarrenmacherin auf dem Lande. Sie arbeitet im Akkord.
Aber bitte nicht unterschätzen. In Santa Rosa besuchte ich die Zigarrenfabrik Flor de Copán. Sie hat 1'000 Angestellte. Alles wird in Handarbeit gemacht: ca. 70'000 Zigarren pro Tag (eine Person schafft etwa 500), aber auch die Verpackungsschachteln, die besseren aus duftendem Zedernholz, werden selber gemacht, vom Schreiner, beizen bemalen bis zur Anschrift. Für den lokalen Markt machen sie ein halbes Dutzend verschiedene Zigarren, für den Export mehrere Hundert! Die Unterschiede bestehen in Tabakzusammensetzung, Lagerung, Form, usw. Bei einem Modell werden die Tabakblätter noch in Essigwasser gekocht bis sie schwarz sind. Gemäss den Beschriftungen wird weltweit geliefert, München, Berlin, usw.



Zur Abrundung noch das Video des Besuchs beim Clan von Daniel:

 rechts Klicken um das Video auf den eigenen PC herunterzuladen (109 MB)

NB: Die obigen Videos und Präsentationen sind im Flash Video Format (.flv) abgespeichert. Dank einer hohen Komprimierung und Streaming Technik sollten alle Videos unmittelbar ohne lange Downloadzeit betrachtete werden können, sowohl auf Windows PCs als auch Mac's.

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© P. Fritz,